Über mich

Mein ArbeitsplatzAm, auf und im Meer fühle ich mich wohl, dort kann ich in Sekunden abschalten. Der Blick in diese blaue Weite, Meeresrauschen, Wasser, Himmel, Wind. Ich habe unzählige Fotos vom Wasser, jedes für mich wunderschön und jedes in einem anderen Blau.

Dank unserer neuen Wohnung habe ich nun die Möglichkeit einen festen Platz zum Werkeln einzurichten. Ich muss nicht erst ein Fleckchen frei räumen, Treibhölzer, Steine, Muscheln, Schnecken, Bernsteine, geschliffene Glasscherben, Federn, ein paar Bastelsachen und das Werkzeug zusammensuchen, bereitlegen und dann leider fast auch gleich alles wieder wegräumen, damit Ess- oder Schreibtisch wieder benutzt werden können. Es ist wunderbar alle gesammelten Schätze an einem für sie geschaffenen Ort zusammenzutragen. Dabei fällt auch auf, wie viele es über die Jahre geworden sind. Das Meiste habe ich an den Stränden der Ostsee gesammelt, dort habe ich meine halbe Kindheit und Jugend verbracht. Und auch jetzt noch zieht es mich immer wieder ans Meer bzw. ans Wasser, wie hier in Hamburg an die Elbe. Zudem haben sich unzählige Fundstücke  und Erinnerungen aus Nordsee, Mittelmeer und den Stränden Kaliforniens und vor allem Neuseelands bei mir angesammelt. Alle verschieden und auf ihre eigene Weise wunderschön und einzigartig. So oft laufe ich am Meer entlang, die Hände und Taschen bereits voll mit Hölzern, Muscheln und Co., und dennoch muss ich immer wieder ein Stück aufheben, weil ich es so schön finde. Muscheln, die perlmutt und blau schimmern, oder Treibhölzern, bei denen ich denke, dass sie aussehen wie… oder, dass ich dieses oder jenes aus ihnen bauen könnte.

Mit den Händen zu Arbeiten war schon viele Jahre mein Wunsch. Früher habe ich mit Ton plastiziert, nach dem Abitur war eine Idee, die sich lange hielt, Tischlerin zu werden, da ich gerne mit Holz arbeiten wollte. Im Grunde ist mein heutiger Beruf auch eine Arbeit mit den Händen, aber ohne ein für mich ausreichend greifbares, bleibendes und sichtbares Ergebnis.
Wie vielen Menschen ist mir in meinem Leben und Berufsalltag die Kreativität etwas abhanden gekommen, aber ich vermisse sie. Es macht mich unbeschreiblich glücklich und zufrieden, vor mich hin zu werkeln und etwas zu erschaffen, wenn es auch Kleinigkeiten sind.

So haben wir vor einigen Monaten selbst ein paar Möbel aus Holz gebaut. Es hat mir große Freude bereitet und mich glücklich gemacht mit dem Holz zu arbeiten, über das Holz zu streichen, den Duft einzuatmen, die Maserung zu fühlen, Bretter zu schleifen, zu sägen und am Ende einzuölen, so dass die Struktur und Maserung des Holzes noch besser zur Geltung kommen. Die Ergebnisse sind dauerhaft und ich kann sie im wahrsten Sinne des Wortes begreifen und mich immer wieder daran erfreuen.

Nun möchte ich meine Leidenschaften für das Meer und die kreative Arbeit mit den Händen kombinieren und aus dem, was an Stränden und Flussufern zu finden ist, sozusagen vom Wasser (vor-)bearbeitet, selbst etwas schaffen. Um an neues Material zu gelangen, gehe ich an die frische Luft, ans Wasser, sammele ein, was mir gefällt, und kann dann einfach an meinem Arbeitsplatz gehen und loslegen. Großartig!

Im letzten Sommerurlaub an der Ostsee packte es mich wieder, zudem las ich in einer Zeitschrift noch einmal von der Idee eines 365-Tage-Projektes, diesmal mit kleinen kreativen Beiträgen. Da habe ich beschlossen, dass nun Zeit und Raum gekommen sind, das für mich umzusetzen. Ich habe nicht viel Zeit, so kann ich aber jeden Tag oder eher alle paar Tage mal etwas herumwerkeln und den Arbeitsprozess bzw. das Ergebnis für mich festhalten. Bisher auf Block und Fotos, ab heute aber kombiniert und tatsächlich in gewisser Weise öffentlich. Auch ein großer Schritt für mich.

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